Die Top-5—Irrtümer, mit welchen Führungskräfte die Gesundheit ihrer Mitarbeiten stark beeinflussen.

Die Top-5—Irrtümer, mit welchen Führungskräfte die Gesundheit ihrer Mitarbeiten stark beeinflussen.

Dass das Führungsverhalten einen sehr grossen Einfluss auf die Gesundheit und damit Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden hat, wurde in diversen Studien mehrfach belegt. Zum Beispiel wurde in einer Studie dargelegt, dass ein Unternehmen, dessen Top-Management seine direkten Mitarbeitenden gesund führt, die emotionalen Erschöpfung um 55% senkt und damit die Unternehmensleistung um 20% steigert im Vergleich mit einem Unternehmen, deren Top-Management die direkten Mitarbeitenden nicht nach den Konzepten von «Gesunder Führung» fördert.

Damit dieser Effekt zum Tragen kommt, ist es notwendig, Führungskräfte nach den Konzepten von «Healthy Leadership» weiter zu entwickeln. Denn nach wie vor prägen einige relevante oder weniger relevante Gedankenmuster das Verhalten des Managements. Auszugsweise werden nachfolgend fünf Irrtümer und deren Wirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden beschrieben. 

  1. «Als Chef darf ich keine Pause machen, sonst verleite ich die Mitarbeitenden auch zu unproduktiven Ruhezeiten».

Dieses Gedankenmuster unterschätzt die sehr relevante Vorbildwirkung einer Führungskraft, insbesondere in Bezug auf die Gesundheit. Dieses Führungsverhalten kann zu Pseudo-Beschäftigung bzw. -aktionismus beim Team führen. Vielmehr sollte die Führungskraft an die leistungssteigernde Wirkung von Pausen glauben und mit speziellen Techniken die Wiederaufnahme nach einer wohlverdienten Pause fördern – für sich und das Team.

Die Top-5—Irrtümer, mit welchen Führungskräfte die Gesundheit ihrer Mitarbeiten stark beeinflussen.

2. Körperliche Beschwerden hängen nicht mit dem körperlich nicht anstrengenden Bürojob zusammen. Höchstens ein wenig Nackenschmerzen vom Sitzen haben einen engen Zusammenhang zwischen Bürojob und körperlichen Beschwerden.

Die Büroarbeit kann die durch Stress verursachten körperlichen Beschwerden, sogenannte psychosomatische Beschwerden, sogar verstärken. Durch fehlende Bewegung werden die durch Stressreaktionen ausgeschüttete Hormone nicht abgebaut, was für den Körper nicht förderlich ist. Typische Symptome wie Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen können eine Folge davon sein. Die Führungskraft tut gut daran, diese Zusammenhänge wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. 

3. Ältere Mitarbeitende sind weniger stressresistent. Die Jungen kann man ziemlich hart anpacken.

Das Stressempfinden ist vielmehr von der Persönlichkeit abhängig und nicht nur vom Alter. Ältere Mitarbeitenden können beispielsweise durch die grosse Erfahrung Ressourcen abrufen, auch wenn die Situation herausfordernd ist. Hingegen sind junge Mitarbeitende voller Erwartungen an sich selber und auch an die Führungskraft. Nicht erfüllte Erwartungen können deshalb gerade bei jüngeren Mitarbeitenden zu verstärktem Stressempfinden führen.

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4. «Wenn man von Gesundheit im Betrieb spricht und wirtschaftlich notwendige Personalentscheide treffen muss, ist man sehr eingreifbar. Deshalb lassen wir die Finger von Gesunder Führung.»

Unzählige Studien und Befragungen zeigen, dass soziale Stressoren – also z.B. Arbeitskolleginnen oder Vorgesetzte – einen sehr grossen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. Deshalb sind gerade gesundheitsfördernde Teamkonstellationen und entsprechende personelle Entscheide in Form von Versetzungen oder Kündigungen als Konsequenz von gesunder Führung zu sehen. Übrigens gilt dies vor allem auch für Führungskräfte – Studien haben gezeigt, dass Führungskräfte die Absenzenrate in neue Abteilungen, auch in Abteilungen anderer Organisationen,  mitnehmen. 

Die Top-5—Irrtümer, mit welchen Führungskräfte die Gesundheit ihrer Mitarbeiten stark beeinflussen.

5. Die psychischen Probleme bringen die Mitarbeitenden vor allem aus dem privaten Bereich mit, sei es Familie, Beziehungsstress oder Ehrenamtlichkeit.

Diese Haltung hat durchaus seine Richtigkeit. Nur kann diese Erkenntnis die Führungskräfte nicht dazu verleiten, nichts dagegen zu tun. Denn: Auch wenn die Ursachen privater Natur sind, die Leistung im Betrieb stimmt trotz Diskussion über die Verantwortung nicht. Deshalb legt das Konzept der Gesunden Führung auch ein Augenmerk auf ein coachingorientiertes Führungsverständnis, um die privaten Herausforderungen in Einklang mit dem Beruf zu bringen.

Gesund Führen ist also wirkungsvoll und sehr vielseitig. Es verlangt von den Führungskräften einiges, verspricht aber für das Team und die Unternehmung Zufriedenheit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

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